Am Aschermittwoch ist alles vorbei…

Anfang Februar endet die Asien-Reise wo sie begann…

Nach 2 Monaten des Umherziehens durch Thailand und Kambodscha landen wir wieder in Bangkok. Doch vieles ist anders. Wir kennen nun die Stadt und das Land, wir sind ein Teil dessen geworden. Wir spüren immense Freude und tiefe Dankbarkeit, all dies erlebt zu haben. Die Farben scheinen intensiver, der Müll geringer, die Menschen noch freundlicher. 😉 Und eine stille Traurigkeit läßt uns die Augen wäßrig werden.

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Noch eine letzte Massage mit heissen Kräuterstempeln, ein letztes Mal in touristischen Gassen wandeln, noch ein letztes thailändisches Nudelgericht am Stand, eine letzte Besorgung -ne Sven 😉

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Noch einmal den Verkehr erleben, noch einmal freudig shoppen gehen und um Preise feilschen, noch eine letzte Nacht im Hotel verbringen,

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zum ersten & letzten Mal etwas von den Bangkoker Demonstrationen hören & sehen,

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noch einen letzten Sonnenuntergang geniessen, noch einmal die Stadt im Abendlicht bestaunen, noch einmal beim Kochen zuschauen, ein letztes Chang-Bier trinken, noch einmal den Kampf um Gut und Böse betrachten…

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… und dann heben wir ab gen Himmel.

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Oben im Flieger lassen wir es ruhig angehen und träumen von Zuhause. Dort angekommen, empfängt uns die liebe Dagmar am Flughafen und macht uns die Ankunft damit leichter.

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Unsere Lungen werden gefüllt mit kühler deutscher Winterluft, obwohl der Besuch im Beethovenpark eher herbstlich anmutet. Welch ein Genuss, Kölner Winterwetter zu erleben. Doch schnell wird uns klar, dass wir nun auch hier unseren Abschied nehmen müssen. Ab jetzt sind die Tage bis zum Umzug nach Neuruppin gezählt… 😦

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Auf dem Markt kosten wir noch einmal von den leckeren Rievkooche und mit ,lecker Mädsche‘ trinken wir ein (vor-) letztes Mal gemeinsam Kölsch und mehr, wir verabschieden uns von intensiven Freundschaften bevor es dann mit dem Packen losgeht.

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Aber natürlich sind wir auch jeck dabei, dank Annette feiern wir prächtigen Karneval am Wieverfastelovend (Weiberfastnacht am Donnerstag) im Neven-Dumont-Zelt samt „Brings“, Kölsch und Funkemariechen, „dat war geil, ne Superjeilezick“! 😉

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Natürlich begeben wir uns auch ein letztes Mal mit lustiger Nachbarschaft in den Straßenkarneval zum Veedelszoch. De janze Stodt is a Riesenkamell!

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Und am Abend des Veilchendienstag trainieren wir bei der Nubbelverbrennung schon mal den Abschied …

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Aber dann war er doch da, der Aschermittwoch und damit der letzte Abschied von unseren Kölner Freunden und „kölschen Imigranten“… Danke, dass ihr alle da wart, ein großes Geschenk für uns, es war ein wirklich ergreifender Abschied! Und wie schon prophezeit, kaum waren alle weg, ging das große Heulen bei uns los 😦 Zum Glück blieb Katja noch zum Helfen da und tröstete uns!

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…. und mit Giovanni gehen wir heute auf die Reise, um morgen am 08. März, also am Int. Frauentag 😉 auf diesem Platz im Herzen von Neuruppin unsere neue Wohnung zu beziehen. Zokunf… mer spingkse wat kütt!

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Eins ist klar, wir vermissen Euch jetzt schon! Ävver een grosset Stück vom Hätz blievt he, in Kölle… Dank Eurer einfallsreichen Abschiedsgeschenke wird Neuruppin ab jetzt „rut wiess“ 😉

Wir sind ne kölsche Jong und Mädsche, ejal wohin ma trecke!

Eure freiwillig Ziehenden

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Chao Lao meets Koh Chang

Die Chantaburi-Provinz ist nicht nur mit Edelsteinglanz und einer reizvollen Stadt beschenkt, 20km außerhalb der Stadtgrenze warten zudem endlose Festlandsstrände darauf, den Naherholungswert der Städter und unseren mit tropical feeling zu steigern :-)! Wir erreichen nach kurzer Fahrt die Küste, it’s Chao Lao time now…

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Von ausländischen Touristen fast unbemerkt hat sich hier am Chao Lao Beach seit ca.10Jahren eine richtige Meile mit Beachresorts, Bungalowanlagen und Seafoodrestaurants entwickelt, die Ausrichtung fast zu 100% auf einheimische Gäste, zumindest an den Wochenenden.
Aber so wie wir verirren sich auch schon mal ein paar „Weisshäuter“ hierher und versuchen, sich mit Händen und Füßen zu verständigen oder z.B. Thai-Menüs zu entziffern 😉
Wir finden es mal wieder spannend und lustig, Exoten unter Thai’s zu sein und wundern uns zunächst mal über den kilometerlangen, menschenleeren Sandstrand.

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So kurz vor Chinese New Year müsste das Geschäft doch hier brummen!? Auf Nachfrage erfahren wir, dass durch die Demonstrationen in Bangkok das Gros der sonst hier urlaubenden Grossstädter ausbleibt. Die sogenannte Oberschicht unterstützt ja zahlreich die Oppositionsbewegung des Landes und hat daher in dieser Hochsaison anderes zu tun…

Dennoch muss hier gestern noch richtig viel los gewesen sein, die Müllberge nach einem Konzert am benachbarten Strandabschnitt waren ein echter Schocker! Das dort herumspazierende Personal schien unsere Aufregung zwar nicht zu teilen, beginnt dann aber doch, Plastik und Flaschen einzusammeln, als wir diversen Müll vom Strand hoch werfen. Zum Glück noch rechtzeitig, bevor die Flut alles ins Meer hinausträgt. Zudem kommt wenig später eine Schulklasse, die beherzt mithilft, den Chao Lao Beach wieder in eine Perle zurück zu verwandeln! Wir bedanken uns bei den Jugendlichen und sind froh, dass die Young Generation scheinbar ein anderes Umweltbewusstsein pflegt. Eine hoffnungsvolle, fröhliche Begegnung!

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Baan Imm Sook heißt unser Resort, übersetzt soviel wie „happiness for everything“. Wir beziehen eine behagliche Thaihütte inmitten des Gartens mit herrlichem Vogelgezwitscher und übernehmen die happy atmosphere für die kommenden Tage!

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Die Leihfahrräder des Resorts hatten Ähnlichkeit mit alten, schweren Posträdern und waren höchstens zur Erkundung der gaaanz nahen Umgebung geeignet ;-). Da half auch der sensationelle Radweg, den es wahrscheinlich in dieser Form nur 1x inThailand gibt, nichts…
Wir brauchten doch noch 1Mofa, um nicht buchstäblich vom Sattel zu fallen!

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Empfohlen wurde uns der Besuch nahegelegener Mangroven und ein großes Aquarium mit der bunten Meereswelt des Golf von Thailand. Beides war eine Reise wert!

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Das faszinierende Ökosystem eines Mangrovenwaldes konnten wir dank eines Lehrpfades mühelos erkunden. Dichtes Grün und erstaunliches Wurzelwerk traten hier zutage, wir waren begeistert, es derart „anfassbar“ durchstreifen zu können! Das Gebiet per Kanu zu erkunden, überließen wir dann aber doch lieber den erfahreneren Thai’s 😉

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Das Aquarium schaffte es tatsächlich, uns zu überraschen!
In der Begeisterung für die um uns herumschwimmenden, z.T. gigantischen Meerestiere, unterschieden wir uns eigentlich kaum von den thailändischen Kindern, die lärmend und lachend auf Mantarochen, Barracuda, Leopardenhai & Co zeigten 🙂 besonders für mich „Nicht-Taucherin“ ein spezielles Wow-Erlebnis!

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Das Highlight unserer Chao-Lao-Zeit war dann aber der Besuch der „Oasis Sea World“. Schwimmen mit Delphinen wurde hier beworben, wann bekommen wir sowas denn mal direkt vor der Haustür geboten? Im Golf von Thailand, also genau hier vor der kambodschanischen Grenze, gibt es eine etwas ungewöhnliche Delphinart, die „Irrawaddys“, die Sesamstrasse lässt grüßen 😉 Zudem eine weitere Art, die in jungen Jahren zwar grau aussieht, im mittleren Alter ihre Hautfarbe jedoch in ein rosarot ändert. Naja, ich kenne das vergleichsweise auch von meinen Haaren, farblich nur umgekehrt…

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Wir durften mit „Bomb und „Jeab“ schwimmen und spielen, ich brauche wohl Niemandem (der mich kennt) berichten, wie groß meine Aufregung war! Jens und die Delphin-Trainer wussten das gut zu nehmen, die wunderbaren Tiere sowieso und so ließen wir uns tatsächlich an der Rückenflosse festhaltend durchs Wasser ziehen! I don’t believe we did it! Es war ein wirklich besonderer Nachmittag with very touchy moments!

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Wasser war das beherrschende Element dieser Tage. Das Meer, die Mangroven, das Aquarium und die Delphine… alles zog uns in seinen Bann und rauschte dabei sanft vor sich hin…

Ein Wasserwunsch ließ sich am Chao Lao jedoch nicht erfüllen… Jens wollte natürlich nochmal abtauchen in die Tiefe, also packen wir die Rucksäcke und nehmen schließlich doch noch die Fähre nach Koh Chang :-). Das grottigste aller bisherigen Transportmittel wartete auf uns, nach kurzem Zögern bin ich doch noch mit rauf auf die Rostlaube!

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So richtig warm wurden wir zwar nicht mit Insel und Leuten, aber der Tauchwunsch ging definitiv in Erfüllung und wir genossen einen schönen Tag auf See bzw. „drunter“… Neue dänische Freunde sind gefunden und Lom, der Dive Master from cambodia did a great job :-)! Die Investition in den Tauchschein hat sich angesichts des breiten Grinsens von Jens beim Auftauchen gelohnt ;-).

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Und eins haben wir bereits während des ganzen Jahres herausgefunden: Lieblingsplätze lassen sich überall aufstöbern, selbst auf Koh Chang Island! Wir haben auch schon spezielle Spürnasen dafür entwickelt und so lassen wir es uns zum Abschied gechillt gut gehen…

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Irgendwann ist er da, der letzte Strandtag! Und mit ihm das Gefühl, dass es auch mal genug sein kann mit dem „langweiligen chillen“ 😉

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Noch einmal schlafen und dann gehts zurück nach Bangkok, der Flieger hebt bald ab…

Bis bald in der alten und neuen Heimat, wir freuen uns sehr auf’s Wiedersehen mit Euch,

Eure schwimmenden Buddha’s …

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Chanthaburi – City und Provinz

Wehmütig verlassen wir das schöne Chiang Mai. Zum ersten Mal während unseres Asienaufenthaltes haben wir das Gefühl, noch bleiben zu wollen… doch spätestens in Bangkok, das wir bei Sonnenaufgang erreichen, ist der Abschied überwunden.

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Auf unserem Weg ins Koh Chang Archipel stoßen wir auf die beschauliche Stadt Chanthaburi. Und bleiben – viel länger als gedacht. Wie das kommt? Zum einen haben wir dies einer kleinen körperlichen Schwächephase zu verdanken, zum anderen unterliegen wir dem unerwarteten Charme dieser Stadt.

Dass wir mit dem Hotel Kasemsarn die richtige Wahl getroffen haben, zeigt sich schnell. Es bietet uns Wohlgefühl im Boutique-Style und einen blühenden Innenhof, in dem die Vögel zwitschern. In Deutschland würden wir dafür horrende Preise zahlen, hier können selbst wir uns diesen kleinen Luxus leisten. 🙂

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Das Kasemsarn ist nur fussläufig entfernt von einem beschaulichen Altstadtviertel, welches von viel Charakter und Historie geprägt ist. Und so stehen wir auch schon mittendrin, im vielleicht schönsten Viertel der Stadt.
Denn die sogenannte Chantaboon-Waterfront direkt am River ist eine echte Augenweide. Wir sind völlig beeindruckt von dieser Kulisse, in der die Zeit stehen geblieben scheint. Bei unseren täglichen Besuchen entdecken wir immer neue Details dieser Szene-Gegend.

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Dass wir Häuserfronten sehen, die nur wenig thailändisch anmuten, erklärt sich, als wir davon lesen, dass dies einst Handelszentrum eingewanderter Chinesen und Vietnamesen war. Diese Holzfassaden, verziert mit einzigartigen Schnitzereien, haben auf jeden Fall viele Geschichten geschrieben… durch die Menschen, die hier leben. Mit ihrer  Wohnkultur lassen sie uns auch an ihrem jetzigen Leben still teilhaben.

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Gelockt werden wir aber auch von der Lust auf richtig guten Kaffee und werden fündig! Denn das kulinarische Herz der Stadt schlägt genau hier am Fluss. Ganz modern und stylisch präsentiert sich die Gastroszene mit ihrer Vielfalt in Retrolook und Shabby Chick und vermittelt uns dabei ein Gefühl von Aufbruchstimmung. Karamellisierter Palmsugar im Café Latte, Weißbier im Schnee und täglich neue Live-Musiker tragen auf jeden Fall dazu bei. 😉

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Auch die Franzosen haben in ihrer kurzen Herrschaft ein beeindruckendes Zeugnis hinterlassen. Wer Notre Dame in Asien sucht, der wird hier fündig. Ein besonders schöner Sonnenuntergang war uns beim Fotoshooting behilflich. Übrigens, im Schaukasten vor der Kirche sehen wir die asiatische Gemeinde in christliche Kirchengewänder gehüllt. Ein seltenes Bild. 😉

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Touristen wie wir sind hier eher eine Seltenheit, genauso wie englische Beschilderungen oder Menüs. Von uns Farangs (Ausländern) bisher nur wenig wahrgenommen, haben sich die Thailänder (v.a. wohl die Bangkoker) hier ein facettenreiches Wochenendziel aufgebaut. Die Chanthaburi Provinz punktet mit tollen Erholungs-/Shoppings- und Ausgehmöglichkeiten. Die Stadt selbst ist für ihren Edelsteinhandel berühmt, woraus sich scheinbar ein gewisser Wohlstand entwickelt hat. An der bekanntesten Edelsteinstrasse Thailands können wir das Treiben der Händler persönlich beobachten.

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Deutlich entspannter, aber auch sportlicher geht es im Stadtpark zu. Beeindruckt sind wir nicht nur vom Bewegungsdrang der Städter, sondern auch von ihrer aufrichtigen Verehrung des Maharaj Taksin, bezeugt durch tiefe Verneigungen vor seiner Reiterstatue. Denn der Maharaj war kein Hasenfuß, sondern ein entschlossener Befreier!

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Die hier auffälligen Hasen finden ihren Ursprung im Mond. 😉 Zur Erklärung: Chantaburi bedeutet soviel wie Mondstadt und nach altem Glauben ist das Bild des Hasen Teil des Mondes… Um allem gerecht zu werden, vereinen die Einwohner ihre Besonderheiten auf jedem Straßenschild.

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Eine der außergewöhnlichsten Früchte dieser Gegend ist die landesweit beliebte Durian-Frucht. Erwähnenswert ist sie, weil wir sie schon kosten und riechen durften. Während unserer Thailand-Reise taucht sie immer wieder auf. Die Thailänder sagen dieser Riesenfrucht nach, dass „sie stinkt wie die Hölle, aber schmeckt wie der Himmel…“ so ist es nicht verwunderlich, dass sie als Stinkfrucht Bekanntheit erlangte und selbst hierzulande in einigen Gebäuden verboten ist! 🙂

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Obwohl wir die vergangenen Monate von Wasserfällen bereits gesättigt sind, starten wir dennoch zu einem Ausflug zum Nam Tok Krathing, gelegen in einem wunderschönen Nationalpark.

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Um das echte Leben der Einheimischen kennenzulernen, empfiehlt es sich durchaus, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Denn weil zur planmäßigen Abfahrtszeit zu wenig Gäste da sind, wird die Abfahrt kurzerhand um 1h verschoben, dann ist die Hütte voll. 😉

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Ganz im Gegensatz zum Nationalpark. Der sich angenehm „aufgeräumt“ präsentiert. Der hiesige Wasserfall bietet seine Herrlichkeit über 13 Stufen an. Allerdings ist auf dem achten Plateau die gefahrlose Begehbarkeit beendet.

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Uns störts nicht, wir erfreuen uns in luftiger Höhe des Planschens und der „Freikörperkultur“ in einem der natürlichen Pools. Interessanterweise findet jedes Becken seine eigenen Besucher… 🙂

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Für die Rückfahrt verlassen wir uns nicht mehr darauf, ein reguläres Fahrzeug zu erwischen und „chartern“ uns kurzerhand einen Lieferwagen samt freundlichem Service. 🙂

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Rückblickend sind wir erstaunt, was uns alles entgangen wäre, wenn wir an Chanthaburi einfach vorbeigereist wären. Nach beeindruckenden Tagen in der City machen wir uns nun auf in die umgebende Provinz. Wir freuen uns am Chao Lao Beach auf Sonne, Strand & Meer, das wir nun schon langsam vermissen. Denn schließlich müssen wir uns mal wieder von unseren Reisestrapazen erholen… 🙂 😉

Im Herzen fröhlich und gelassen, Eure happy Buddha’s

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Chiang Mai – religious & delicious

Chiang Mai… hier kommt eine Liebeserklärung an Dich!

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Auf dem Sprung, eine pulsierende Metropole zu werden, hat sich Chiang Mai v.a.im Inneren der alten Befestigungsanlage einen wundervollen Kleinstadtcharme erhalten. 4 große Tore in der Altstadtmauer und diverse Brücken über den Burggraben geben den Weg in jede Himmelsrichtung zur Neustadt frei, da wird’s schon deutlich lauter und geschäftiger! Intuitiv richtig hatten wir unser Guesthouse Diva in der Altstadt gewählt, so war alles nah und wir zu Fuß oder mit Rädern im täglichen Trubel hautnah dabei…

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Keine noch so kleine Gasse, in der nicht irgendein besonderer Innenhof, ein Restaurant, Massagetempel oder ein Wat (buddhistischer Tempel) auf einen Besuch wartete…

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Besonders in diesem lieblichen Zentrum befinden sich noch eine Reihe alter Teakholzwohnhäuser – und tempel. Diese sind so wunderschöne Zeichen einer vergangenen Zeit, dass wir wünschten, das Holz könnte anfangen zu erzählen!

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Wir empfanden Chiang Mai als eine einzige Einladung, am prallen Leben der Stadt und seiner Einwohner teilzuhaben. Wer sich wie wir einfach ohne großen Plan im Gassengewirr treiben lässt, wird alle 5Minuten staunend vor einer neuen Sehenswürdigkeit stehen bleiben. Das völlig Unerwartete inklusive:

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Es gibt HUNDERTE von Tempeln, einer prächtiger als der andere! Alle stehen zum Besuch offen und die unterschiedlichsten Stile lassen uns staunend umherstreifen.

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Mönche gehören zum ganz normalen Stadtbild dazu, sie sind stets inner- und außerhalb ihrer Tempel und Klöster anzutreffen, laden sogar abends zum sogenannten „monk chat“ ein, wo gibts denn sowas? Tja und warum sollte der leckere Kaffee oder Shake auch nur uns schmecken..?

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Wenn wir uns mit „ah“ und „oh“ von der beeindruckenden äußeren Architektur und den schönen Gärten erholt hatten, erwarteten uns im Inneren des Wat immer wieder neue Überraschungen…

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Wir haben zusammen sicher schon einige Buddhastatuen gesehen, aber Chiang Mai setzt all dem die Krone auf! Hier ein Buddha aus Gold, dort einer aus Holz, noch einer aus Bergkristall und dann einer aus Marmor! Und immer wieder ist es das Teakholz, das einen besonders warmen Kontrast setzt. Manchmal zum Niederknien schön!

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Wenn wir von dieser Stadt schreiben, dürfen zwei Dinge nicht fehlen: das Kunsthandwerk und die kulinarischen Hochgenüsse! Ersteres ist stark geprägt von den handwerklichen Traditionen der Bergvölker. Bunte Applikationen, Patchwork und grober Stoff ergeben eine besondere modische Note… die Touristen und Altstadthündchen gleichermassen kleidet ;-)!

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Neben einer unüberschaubaren Anzahl toller Restaurants und Cafés scheint es so, als würde jeder freie Fleck in Chiang Mai mit einer Garküche gefüllt sein! Gegessen wird einfach immer und überall, schon früh am Morgen brutzeln die Spieße auf den BBQ’s, frittieren die Bananen im süßen Teig und köcheln die Suppen im Wok. Dazu die verschiedenen Nachtmärkte mit Hunderten von Ständen, langweilig wird’s hier definitiv nie und das Wort „hungrig“ kann im Thai-Wortschatz nicht vorkommen!

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Eine besondere Frühstückskultur (v.a.für westliche Besucher) hat ebenfalls Einzug gehalten und hier lacht das Herz der echten breakfast-lover, wie auch uns… Sogar Veganer kommen inzw.auf ihre Kosten und Gluten free ist beim „Blue Diamond“ kein Fremdwort mehr. Ehrlich, wir haben gestaunt! Wir lernten Olaf, den sächsischen Besitzer der phantastischen „Breakfast World“ kennen und es war mächtig spannend, mit ihm ein bisschen hinter die Kulissen eines Aussteigers zu schauen. Sein Frühstück und die Kuchentheke waren ein absoluter Traum!

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Die besten Kochkurse des Landes sind ebenfalls in Chiang Mai zu finden. Aus den vielen Angeboten heraus entschieden wir uns für „we cook“ mit Miu! Curry, Appetizer, Stir Fried, Soup and Dessert standen auf dem Programm,  simple & delicious! Und vorab der Besuch des local market, ein Fest für die Sinne!

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Gemeinsam mit Martina und Václav aus Prag wurden wir bei Miu auf sehr humorvolle Art in die Geheimnisse der thailändischen Küche eingeführt. Natürlich geht hier nichts über Chilli’s, aber nur scharf wäre viiiiel zu einfach!

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Wie entsteht eine gute Currypaste, wie der Klebreis, wie werden Springrolls richtig gewickelt, welches Gemüse kommt zuerst in den Wok…? Irgendwie klappte alles spielerisch und die Ergebnisse konnten sich wahrlich sehen lassen!

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Das Beste am Kurs neben dem Kochen? Dass wir alles aufessen „mussten“ 😉 yummi! Mal sehen, ob es in der neuen Küche daheim mit einer Gaskochstelle für den Wok klappt… denn dann gibt’s Reis, Baby!

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Chiang Mai machte uns den Abschied nicht leicht, wir haben uns mit allen Sinnen eingelassen und suchen den Weg raus… Wohin soll die Reise eigentlich weitergehen? Darauf haben wir tagelang keine Antwort, ihr werdet’s bald erfahren ;-). Die Mädels und die Atmosphäre vom Diva-Guesthouse hatten auf jeden Fall einen besonderen Anteil daran, dass wir uns so lange so wohlfühlten! „Kop kuhn kah & krab“ we hope to see you again…

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Eure Buddha’s, verliebt in Chiang Mai’s Wat & Wok

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Ist schließlich der Norden!

Von Kambodscha nach Thailand geht es mit dem Flieger zurück nach Bangkok und dann weiter mit der Bahn in den thailändischen Norden nach Chiang Mai. Als wir am Nachmittag aus dem Zug steigen, gehören wir zu den wahrscheinlich wenigen Ausnahmen, die ohne festes Aktions-Programm in Chiang Mai ankommen. Denn hier im Norden sind Touren Programm.

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Unser Diva’s Guesthouse, gleichzeitig Tourveranstalter, scheint leicht irritiert ob unserer bisher nur vagen Vorstellungen zum Aufenthalt. Doch als wir 1 Tag später Pläne gefasst und Touren gebucht haben, sind alle glücklich. Nachdem wir unsere „freie Zeit“ für planen, relaxen, erledigen & blogschreiben genutzt haben, geht es dann los auf Tour. Wir starten zum Dante-Elephant-Camp. Schon 1h nach dem Frühstück stehen diese eindrucksvollen Tiere leibhaftig vor uns. Ein prächtiger Anblick.

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Unsere „Ausbildung“ zum Mahout (Elefantenführer) beginnt mit dem Umziehen der Kleidung. Bald schon wissen wir wieso… Unser Glück, wir sind in Asien, die hiesigen asiatischen Elefanten sind die kleinere Sorte. So wird unser bereits vorhandener Respekt nicht noch weiter geschürt. Erste Berührungsängste werden durch Füttern egalisiert. So machen wir uns auch gleich beim Tier beliebt, denn Nahrungsaufnahme ist tatsächlich ihre Lieblings- & Hauptbeschäftigung.

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Jetzt sind wir bereit, Mahout zu spielen (selbst Andrea trotz ernsthafter Bedenken, sich diesem Tier überhaupt zu nähern!) Voraussetzung dafür ist, auf den Rücken zu steigen. Wenige Befehle sind es, die ausreichen, einen Elefanten zu reiten und zu führen. Wenn er denn gut ausgebildet ist. 😉

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Weil scheinbar alles schon gut klappt, geht es dann los zum Ausritt. Durch den Wald zum Fluss. Und wahrlich – erhabene Momente warten auf uns!

Auf dem Elefantenrücken ist es zwar wackelig, aber auch großartig. Dort oben mitzuerleben, welche gewaltigen Schritte diese Tiere setzen und mit welch wuchtiger Mühelosigkeit sie dabei breite Gräben, gestürzte Bäume und steile Anstiege überwinden ist fantastisch. Auf dem Rücken der Mama sitzend dabei zu sein, wie sie ihr Baby mit dem Rüssel den Berg hinaufschiebt, bleibt unvergesslich.

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Endlich am Fluss haben alle ihren Spaß. Das Baby badet voller Freude schwimmend und tauchend zwischen uns umher, Mama passt gut auf, während alle das kühle Nass genießen. Herrlich, Momente für die Ewigkeit…

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Als der Tag im Camp vorbei ist, geht es für uns beide alleine weiter. Denn wir haben noch einen Trek vor uns, zu den „Hill Tribes“ in die Berge. Unser Guide gehört zu den „Karen“, einem der sechs thailändischen Bergvölker und führt uns quasi zu sich nach Hause. Um sicher dorthin zu gelangen, schnitzt er uns zunächst mal Wanderstöcke aus Bambus. Die uns tatsächlich gute Dienste beim weiteren Aufstieg leisten.

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Man (gespr.: Mähn), unser Guide, führt uns auf alten Pfaden den Berg hinauf. Vorbei an Reisfeldern und Ochsen, an Wasserfällen und Bambuswäldern hin zu seinem Dorf.

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Trotz der Abgeschiedenheit des Ortes erwartet uns kühles Bier vor dem Abendessen und Schmusekatzen. 😉 Aus dem Radio ertönt ein Frauen-Chor. Fremde Klänge, die wir da vernehmen, aber sie passen hervorragend zu dieser ganzen Atmosphäre!

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In einfachster Camping-Manier wird hier am offenen Feuer gebrutzelt & gebacken, gebraten & gekocht. Als die Sonne untergeht und wir den Mond in seiner vollen Pracht leuchten sehen, ist unser Schlaflager bereits hergerichtet und das Essen fertig. Es gibt leckeres grünes Curry mit Chicken & Gemüse in Kokosmilch, dazu Kürbis mit Tofu und Ei, alles serviert mit dampfendem Reis. Wir hauen uns die Bäuche voll, wie schon lange nicht mehr. 🙂

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Dann ist Zeit für Lagerfeuer-Romantik. Bier und selbstgebrannter Bananenschnaps verstärken unsere sonderbar glückselige Stimmung ob dieses speziellen Ereignisses inmitten der Berge. Man holt sein Musikinstrument hervor und lässt uns an alten Liedern teilhaben. Melodie & Gesang klingen melancholisch und so anders als alles, was wir bisher gehört haben, dass wir uns in einer fremden Welt wähnen… und so schlummern wir wahrlich traumhaft in absoluter Stille der Berge, gemeinsam mit wärmesuchenden Katzen.

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Am nächsten Morgen fühlen wir uns großartig. Die Sonne lacht und strahlt und erwärmt auch die letzten Überreste der kalten Nacht. Scharfes Curry zum Frühstück für die Einheimischen. Für uns gibts Kaffee, Toast & Ei. 🙂

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Beeindruckt von der Schönheit des einfachen Lebens und gut gestärkt ziehen wir los zum Abstieg. Wunderschöne Natur begleitet uns. Auf einer Anhöhe haben wir freien Blick auf den Doi Suthep und seinen Bruder, den höchsten Berg des Landes.

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Wir folgen dem Pfad abwärts, der uns an wechselnder Vegetation vorbeiführt. Bald verrät uns Rauschen, dass wir einem Wasserfall nahe sind. Entkleidet werfen wir uns in die eiskalten Fluten.

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Den Abschluss des Treks bildet das Bamboo-Rafting. Beim derzeitigen Wasserstand in der jetzigen Trockenzeit kein waghalsiges Unterfangen, sondern ein kleiner Spaß zu Wasser. Ein verrückter, unglaublicher Moment, als wir mitten im Fluss plötzlich Elefanten begegnen, in die wir fast hineinfahren! Doch Ende gut, alles gut…

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Wieder zurück im Guesthouse werden wir freudig empfangen. Und in diesem Moment spüren wir, wie die Zeit uns vereinnahmt hat. Es fühlt sich an, als wären wir eine ganze Woche unterwegs gewesen, obwohl wir nicht einmal 48h weg waren…

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Chiang Mai ist noch für vieles Andere berühmt. Insbesondere den vielen kleinen Wats werden wir uns noch intensiver widmen. Und die thailändische Küche wollen wir noch näher erfahren. Mehr dazu bald wieder…!

Eure reitenden Buddha’s

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Mythos Angkor

Jetzt haben wir’s aber spannend gemacht mit Angkor… Lange angekündigt und dann im dichten Wald um Tempel, Erlebnisse und Fotos verloren gegangen! Aber jetzt wollen wir die Geheimnistuerei beenden und Euch so gut es geht mitnehmen an diesen mystischen Ort… Unglaublich, dass sich diese Bauwerke mehrere Jahrhunderte im Dornröschenschlaf befanden, bis sie schließlich wiederentdeckt und der Menschheit als Weltkulturerbe zugänglich gemacht wurden!

Zum „Beweis“ ihrer Echtheit zeigen wir Euch hier erstmal die Originale der Dämonen und Gottheiten, die zum Quirlen des Milchozeans Aufstellung genommen haben (remember Kopien in Battambang…)

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Im Reiseführer lasen wir, dass uns nichts auf die Erhabenheit der Tempel von Angkor Wat vorbereiten könnte, was blieb uns also anderes, als die 1.Begegnung auf uns zukommen zu lassen..? In unserem Guesthouse wurden ansprechende Touren angeboten, die den Einstieg in die Tempelwelt erleichtern sollten und es auch taten! Zusammen mit Simon aus Venezuela, den wir bei Ankunft in Siem Reap kennengelernt hatten, starteten wir deshalb gleich am nächsten Morgen zum Sonnenaufgang! Ein „must do“ ;-)!
Am Ticketschalter waren wir kurz vor fünf die Ersten…

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…aber dann selbstverständlich nicht die Einzigen ;-)! Aus der Dunkelheit strömten zahlreiche andere „Pilger“ von allen Seiten heran, um dem magischen Moment zu frönen… Und im Licht des Kamerablitzes zeigte sich noch vor Erscheinen des eigentlichen Objektes der Begierde, wie energetisch aufgeladen dieser Ort mit „Orbs“ ist!

Die Stimmung glich eher der eines Kindergeburtstages, laut und fröhlich ging es zu, eine lachende und rempelnde Menge Schaulustiger! Und als die Türme von Angkor Wat sich in der Morgendämmerung zeigten, wollte natürlich jeder das schönste Foto für sich beanspruchen!

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Ein Wolkenschleier verhinderte den „perfekten Sonnenaufgang“, die Erhabenheit musste noch ein wenig warten 😉 Schön war’s dennoch, den Tag symbolisch am Fuße des heiligen Berges Meru (auch als Kailash bekannt) in dieser feierlichen Runde zu starten! Die 5Türme versinnbildlichen die 5Gipfel des Meru, auch Sitz der Götter (für Hinduisten u Buddhisten). Aus deren Verehrung machten die Khmer-Könige mit ihren Tempeln einen Kult.

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Wir stärkten uns beim anschließenden Frühstück für die weitere Tempeltour des Tages, die Bekanntesten standen auf dem Programm und jeder für sich war eine Besonderheit!
Viel Zeit verbrachten wir auf dem zentralen Gelände von Angkor Wat, dessen Tempel dem Hindugott Vishnu geweiht sind. Die Tempelanlage besticht durch ihre spezielle Symmetrie, die Flachreliefs, die Tempeltänzerinnen (Apsaras) und die enorme Höhe der Türme!

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Hier verfallen sogar Affen ins Staunen und erstarren vor Ehrfurcht in meditativer Haltung…

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Besonders anmutig ist die Umrahmung Angkor Wat’s mit Wasserflächen und herrlichen Park- sowie Waldgebieten. Hier hat es sich einer der Khmer-Könige richtig gut gehen lassen, heute tun dies v.a. nachmittags die Einheimischen, wenn sich die schattigen Plätzchen rund um den berühmten Tempel in entspannte Picknickzonen verwandeln 🙂

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Die Tempel von Angkor erstrecken sich über eine Fläche von 400qkm! Unmöglich also, als Fussgänger auf Entdeckungstour gehen zu wollen. Tuk-Tuk’s werden zahlreich gebucht und erinnern uns hier in ihrer Form an Pferd und Kutsche, weshalb sich das Durchfahren der Alleen und hohen Pforten manchmal herrschaftlich, manchmal aber auch äußerst staubig anfühlte ;-)! Und die Fahrer wissen die Pausen gut zu nutzen…

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Auch die Möglichkeit, das weitläufige Areal mit Fahrrädern zu durchstreifen, ließen wir nicht ungenutzt, aber spätestens mittags knockten uns Temperaturen um die 35Grad aus!

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Jeder hatte so seinen Favoriten bei den Besichtigungen, daher lässt sich kaum ein Tempel besonders hervorheben. Wir haben einige für uns beeindruckende Motive der Khmer-Baukunst ausgesucht und vielleicht lasst auch Ihr Euch damit ein wenig in die geheimnisvolle Atmosphäre rund um die Angkortempel entführen…

Banteay Kdei – der zauberhaft Unvollkommene: als einer der früh erbauten Tempel weist er noch zahlreiche Fehler in Bauweise und Material auf, aber genau hierin empfanden wir seine Schönheit!

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Ta Phrom – der Dschungeltempel: Faszination pur! Die Natur holt sich zurück, was ihr gehört… Spätestens seit „Tomb Raider“ mit Angelina Jolie weltbekannt! Und wir brauchten nicht lange suchen, die markantesten Schauplätze sind unübersehbar 🙂 und wahrlich seeehr beeindruckend!

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Bayon – Tempel der geheimnisvollen Gesichter: 54Türme mit jeweils 4Gesichtern zu allen Himmelsrichtungen, deren Bedeutung bis heute ungeklärt ist… Der Blick in die Gesichter hatte für uns eine große Anziehung, wir kehrten mehrmals zurück!

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Eine andere Tour führte uns mit dem Tuk-Tuk durch eine herrliche Landschaft zu weiter abseits gelegenen Tempeln. Der Banteay Srei oder auch der „Ladytempel“ ist als Hommage an die Frauen erbaut worden und weicht tatsächlich in Gestalt, Material und Farbe (roter Sandstein) sowie Verzierungsreichtum von den anderen Tempeln ab.

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Leider ist auch hier der Zerfall des Bauwerkes schon ziemlich fortgeschritten… Die enormen Eintrittspreise zu den Angkortempeln ermöglichen hoffentlich weitere Sanierungen. An deutscher Unterstützung mangelts jedenfalls nicht 🙂

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Unter deutscher (und spanischer) Leitung stand auch unser Guesthouse „Berlin-Angkor“, etwas außerhalb des Zentrums von Siem Reap. Die Besitzer Timon und Gemma werkeln seit knapp zwei Jahren am übernommenen Haus rum und das Ergebnis kann sich sehen lassen!

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V.a. mit ihrem Team haben sie sich ein Juwel an Jugendlichkeit, Freundlichkeit und Servicebereitschaft aufgebaut, das sicher seinesgleichen in Siem Reap in dieser Preisklasse sucht! Dass er dabei auch noch bemüht ist, einige deutsche Werte zu vermitteln, macht sein und das Leben seiner Gäste vielleicht ein wenig einfacher ;-). Auch wenn die Aufzucht eines siamesischen Krokodil-Zwillingspaares in seinem Garten sicher eine asiatische Idee ist… Wir fühlten uns hier rundum wohl!

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Sogar Siem Reap hat uns angenehm überrascht! Als touristische Hochburg eilte ein eher schlechter Ruf voraus, bei genauerem Hinsehen betraf dies allerdings „nur“ das Nachtleben in einem bestimmten Kneipenareal der Stadt und ja, die „Pubstreet“ ist ein krasser Kontrast zu den nahen, heiligen Tempeln! Die Longdrinks dort waren aber überdurchschnittlich lecker 😉

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Ein äußerst schönes Gesicht zeigt die Stadt am Flussufer und auf den gut sortierten Märkten, leider können wir nicht soviel schleppen, wie wir gern shoppen würden! Aber essen geht immer, auch wenn die Kilo’s ebenfalls getragen werden wollen bzw. müssen :-(. An den Ständen beim Central old market fanden wir besonders leckere Gerichte, yummi! Und der Stolz von Siem Reap auf Angkor Wat ist immer und überall zu spüren…

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Ganz speziell war dann aber an einem weiteren Tag der Besuch von Kbal Spean zu Füßen eines Wasserfalls! In der früheren Einsiedelei in den Bergen fand man ins Flussbett und in Felsen gemeißelte Hindugottheiten, die das darüber fließende Wasser segnen sollten (und dies noch heute tun), bevor es weiter nach Angkor fließt!

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Der Fluss und seine Signaturen waren ein wirkliches Highlight für uns und durch den erforderlichen Aufstieg glücklicherweise nicht so zahlreich besucht!

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Bei all den Eindrücken fehlte dann nur noch eins: der Sonnenuntergang :-)! Ein später Abflug ermöglichte uns auch noch die Erfüllung dieses Wunsches. Nicht viele Hügel im Angkorgelände machen einen Blick über die Baumkronen des dichten Urwaldes und auf die untergehende Sonne überhaupt möglich, deshalb trifft sich abends wieder eine illustre Menge, um gemeinsam den hochgelegenen Tempel von Phnom Bakheng zu erklimmen, der dem Hindugott Shiva geweiht ist.

Für einige Besucher ist dieser Aufstieg am Ende eines langen Besichtigungstages scheinbar eine Anstrengung zuviel..

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Jedoch für uns eine wunderbare Chance, gebührend Abschied zu nehmen vom majestätischen Angkor Wat und den Türmen, die den heiligsten aller Berge als Mittelpunkt des Universums darstellen sollen! Dieses Bild, wie auch alle herzlichen Begegnungen und Erlebnisse in Kambodscha werden uns noch lange in Erinnerung bleiben! Wir können Fernreisenden dieses Land nur empfehlen!

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Liebste Grüße, Eure leuchtenden Buddha’s

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Der Tonle Sap – alles fließt

Der Tonle Sap ist See und Fluss in einem. Er hat riesige Ausmaße und ist geografisches Herz Kambodschas. Und wir berühren dieses Herz seit unserer Ankunft in Phnom Penh in jedem Ort unseres Aufenthaltes. Nachdem wir die letzten Strecken im Bus auf staubigen Straßen absolviert haben, gelüstet es uns nun für unseren letzten Weg nach Siem Reap nach einer „Flussfahrt auf dem See“. Obwohl dieses Vergnügen viel länger dauert, ist es bei Touristen sehr beliebt.

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Abfahrt 7 Uhr. Wir gehören zu den ersten und können uns einen Platz aussuchen, aber es dauert nicht lange und das Boot ist randvoll. Ist die leichte Schieflage eigentlich gewollt? Bevor der Gang reingeht, muss am Getriebe noch geschraubt werden. Ehrlich gesagt, haben wir diese Szenerie mittlerweile bei jedem asiatischen Bootstrip beobachtet. 😉 Ein kleiner Junge sorgt derweil für gute Stimmung, denn – eine Bootsfahrt, die ist lustig, eine Bootsfahrt, die ist toll! 🙂 Seine besondere Lebensfreude wirkte über die gesamte Fahrt ansteckend.

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Die ersten Meter ist Fotoshooting angesagt. Die Umgebung weckt Interesse. Und es sind nicht die kahlen Äste der ufernahen Bäume, die mit Müll und Plastik behangen an Weihnachten erinnern.

Gesäumt von einfachen Behausungen einerseits und goldenen Palästen andererseits zieht uns der Fluss tiefer in sich hinein. Fleißige Fischer präsentieren ihre Künste an den überall verstreuten Fang-Netzen und nebenbei ihre Körper. Das fällt auf, ob jung, ob alt, ob Mann, ob Frau, wir sehen anmutig gestählte Eleganz. Und wenn das Wasser von ihrer gebräunten Haut perlt, bleibt der Blick fasziniert hängen. Unser Boot bewegt sich langsam durch eine schmale Gasse, um die Netze nicht zu beschädigen und die Wellen niedrig zu halten.

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Irgendwann verebben die Kamerageräusche, vereinzelt schweift der Blick noch umher oder heftet sich auf ein Buch. Unbemerkt von den meisten, ist mittlerweile das Ufer verschwunden. Stattdessen präsentiert sich das Wasser bis auf Sichtweite. Straßen sind hier Fehlanzeige, weit und breit keine Urbanisierung zu sehen. Während der Regenzeit schwillt das Wasser auf ein Vielfaches an und überschwemmt weite Gebiete. Bei Abzug hinterlässt es fruchtbaren Schlamm, der für den Reisanbau genutzt wird. So wird der See zur doppelten Nahrungsquelle Kambodschas.

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Hinter jeder Biegung tauchen riesige Netze an überdimensionalen Bambus-Hebevorrichtungen aus dem Wasser. Mit dabei immer einige Fische. Es ist unglaublich, wie viel Fisch dieses Gewässer in sich birgt. In den Booten lagern die Fische bereits eimerweise.

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Und natürlich gibt es hier Menschen. Sie sind überall, am Wasser, auf dem Wasser, im Wasser. Sie leben mit dem Wasser. Wir sind ergriffen von dieser fremden, bizarren Welt, an der uns diese Seenomaden ganz offen teilhaben lassen. Und irgendwann sind wir selbst vollkommen darin eingetaucht.

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Bis wir jäh aus unseren Tagträumen gerissen werden. Die Schieflage des Bootes hat ihren Preis. Die Lenkmanöver in den engen Kurven sind abenteuerlich. Das Manövrieren erfolgt, indem der Bug oder das Heck in der Uferböschung gebremst werden.

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Bisher hat das geklappt, aber in diesem Moment lässt sich das Boot scheinbar gar nicht mehr lenken. Das Manöver versagt, wir landen im Busch und die Äste greifen nach den Passagieren… Nach ein paar Schrecksekunden gibt es Entwarnung, alle und alles noch heil. Wir können aufatmen, denn hier im Niemandsland steckenbleiben will keiner von uns. Obwohl es mittlerweile gar keine Krokodile mehr in dieser Gegend gibt, sondern nur ein paar Seeschlangen. 😉

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Kurz nach diesem kleinen Abenteuer erreichen wir unseren Zwischenstopp. Was unsere hungrigen Mägen schon nicht mehr erwartet hatten, tritt doch noch ein. Wir gelangen in ein schwimmendes Dorf. Wie an einer Bushaltestelle entsteigen wir dem Boot für einen Snack. Erneut auf Fahrt werden wir zwischendurch immer wieder ein paar Fahrgäste los. Einheimische werden mit kleinen Booten zu ihren Familien geholt, irgendwo, inmitten des Flusses.

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Nach langen 9 Stunden ist es geschafft. Die Uferböschung weicht und gibt den Blick frei. Das Wasser erstreckt sich bis zum Horizont. Der Tonle Sap verzaubert uns nun mit seiner unendlichen Weite. Mit Vollgas voraus zu freier Fahrt auf offener See….

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… dann winkt der ungewöhnliche Hafen von Siem Reap und wir werden bereits erwartet. Angkor – wir kommen!

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Seid herzlichst gegrüßt von Euren fließenden Buddha’s

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Stadt, Land, Fluss der Khmer

Die meisten Kambodscha-Reisenden kommen hauptsächlich ins Land der Khmer, um Phnom Penh und die Tempelwunder von Angkor zu sehen. Das wollen wir natürlich auch :-). Aber in der Vorbereitung haben wir ein paar Tage zusätzlich geplant, um noch ursprünglichere Gegenden besuchen zu können. Auch der große See inmitten des Landes, der Tonle Sap, hat unsere besondere Aufmerksamkeit erregt. Wir entschieden uns kurzerhand für die Westroute Richtung Norden, mit Stops in Kampong Cchnang und Battambang und hofften auf Möglichkeiten, dem See nahe zu kommen!

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STADT…

Bei Ankunft in der ersten Stadt spürten wir schnell, dass dies kein Eldorado für Touristen ist! Aber so wurde es richtig spannend zu erleben, wie es sich ohne all die „normalen“ Annehmlichkeiten anfühlt… Wir machten uns mit den Leihrädern des Guesthouses auf, um den Ort zu erkunden.

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Damit fühlten wir uns schnell wohl und konnten uns unter die Einheimischen mischen. Trotzdem fielen wir überall auf, weil v.a. die Kinder von Kampong Cchnang von allen Straßenseiten, aus ihren offenen Hütten, von ihren Fahrrädern und sogar aus dem Schulbus lauthals „Hello, Hello“ riefen, winkten und sich vor Freude über unseren Besuch gar nicht einkriegten!

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Ich kann mich nicht erinnern, dass mir in einem fremden Land schon einmal soviele Willkommensgrüsse entgegenflogen! So war die Freude auch schnell auf unserer Seite und wir radelten so manchen schönen Kilometer durch die Straßen dieser kleinen Provinzstadt am Zufluss des Tonle Sap.

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Mit der Dämmerung kam auch der Appetit auf’s Abendessen, wir hatten jedoch nicht damit gerechnet, kein Restaurant zu finden, sei es auch noch so einfach! Erfolglos radelten wir durch die Haupt- und Nebenstraßen, bis wir mit knurrendem Magen doch noch Essbares fanden!

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LAND…

Für den nächsten Tag hatten wir ein Tuk-Tuk gebucht, der freundlichen Hartnäckigkeit und angenehmen Eigenwerbung des Fahrers sei in diesem Fall Dank, da wir sonst niemals so nah an das Leben und die schöne Landschaft der unmittelbaren Umgebung herangekommen wären.

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Unser Fahrer war auch als Guide ein echter Glücksgriff, da er im Vergleich zu vielen seiner Landsleute richtig gut Englisch sprach! So erfuhren wir viel über das Landleben und die Freuden und Sorgen der hiesigen Kambodschaner, seine Familie und seine Zukunftsträume…

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Unser Tuk-Tuk-Fahrer bringt uns durch herrliche Landstriche ins Dorf Ondoung Rossey, welches in Kambodscha bekannt ist für seine Töpferprodukte. Wie wir erfuhren, hat eine deutsche Organisation hier eine „Trainingstöpferei“ aufgebaut, um insbesondere den Frauen dieses Handwerk beizubringen.

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So wie dieses Projekt gibt es unzählige andere im Land, die beim Wiederaufbau helfen und sich v.a. um Strassen- und Waisenkinder, Frauen und Ältere kümmern.

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Wir sahen diverse Ausbildungseinrichtungen (v.a. in den Städten) und insbesondere in Dienstleistungseinrichtungen begegneten wir zahlreichen engagierten Jugendlichen mit extrem freundlichem Service. Wow, good job!

Wir stoppten auch bei Bekannten unseres Guides, die gerade Palmsugar im Kessel köchelten und wurden mit Nachbarn bekanntgemacht. All diese Begegnungen waren sehr herzlich und haben uns nachhaltig beeindruckt!

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FLUSS…

Ein Highlight des Tages war für uns die Begegnung mit dem Fluss, auf dem uns eine Frau mit ihrem Boot zu schwimmenden Dörfern auf dem Tonle Sap ruderte, wo wir ebenfalls die einzigen „Fremden“ waren und wiederum herzlich begrüßt wurden.

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Das Leben in den einfachen Hütten auf Pontons oder Stelzen machte einen friedvollen Eindruck auf uns. Fast überall kleine Familien, Haustiere, Blumen…

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Boote ruderten hin und her, einige transportierten Lebensmittel, andere holten Kinder von der Schule ab oder schienen wie Wassertaxi’s zu fungieren 🙂

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Jeder wächst hier scheinbar mühelos mit dem Wasser auf und trotz der Einfachheit und des knappen Platzes auf den Booten erleben wir eine angenehme Dorfatmosphäre, die doch so anders ist, als wir es uns zum Leben vorstellen könnten!

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Doch genau dieser Vergleich ergibt keinen Sinn, es geht viel mehr darum, das Anderssein so, wie es ist, zu akzeptieren. And the beauty of life is everywhere around and within ourselves..

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Durch die schöne Landschaft und das Lächeln der Bewohner wohnte allem ein besonderer Zauber inne! Am Ende des Tages war der Abschied von Mr. Leng Seng richtig schwer…

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Am nächsten Morgen ging’s weiter nach Battambang. Mangels eines Busbahnhofes musste ein von Phnom Penh durchfahrender Bus gestoppt werden, der noch 2Plätze frei hatte. Bis es soweit war, waren wir mitsamt unseres Gepäcks ordentlich eingestaubt, aber schließlich zufrieden, an Bord zu sein 😉

Battambang liegt ebenfalls an einem Fluss, dem Sangker, zeigt jedoch ein ganz anderes städtisches Bild. Perfekt zum relaxen geeignet, mit schönem Kolonialstil, entspanntem Verkehr und einladenden Cafe’s und Restaurants.

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Bei Ganesha’s Familyguesthouse fanden wir eine tolle Unterkunft mitten in der Stadt, wir fühlten uns gar wie in einem luftigen Sommerloft 🙂

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Klar ließen wir uns wieder zu einer Radtour hinreißen und drehten eine gemächliche Runde durchs Städtchen. Ansonsten war Müßiggang angesagt, um uns für das nächste Ziel, Siem Reap, auszuruhen!

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Auf unserer Erkundungstour begegnete uns im Wat Sangker bereits eine erste Einstimmung auf die Angkortempel, die Götter und Dämonen beginnen schon in Battambang mit dem Quirlen des Milchozeans 😉

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Eine Bootsfahrt über den Sangker und den Tonle Sap trennt uns noch von den Wundern Angkor’s, wir freuen uns auf dieses Wasserabenteuer, denn der Weg ist bekanntlich das Ziel…

Eure radelnden Buddha’s

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24 Stunden bis zum Hügel der Frau Penh

Wir waren bereit, von Ko Phayam aufzubrechen. Ja, ein, zwei Tage länger wär‘ auch noch okay, aber wir fühlen uns gut, als es wieder los geht. Mofataxis holen uns ab zum Hafen, dort wird unsere Fähre grad entladen. Baumaterial in Tüten. Schutt und Staub bleiben zurück. Wir klettern wieder über die Reling und suchen uns einen Platz unter Deck. Die vielen Schwimmwesten hinterlassen Fragezeichen bei uns… kommt Sturm oder was? 🙂 Auf der Fahrt zum Festland schleppen wir noch ein liegengebliebenes Boot ab und nehmen neue Fahrgäste mitten auf hoher See auf!

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Nach zwei Stunden „lustiger“ Bootsfahrt steigen wir in Ranong auf den Bus um. Der bringt uns in knappen drei Stunden nach Chumphon zu unserem Nachtzug Richtung Bangkok. Während bisher alles recht pünktlich ablief, erwartet uns nunmehr die erste Prüfung. Unser Zug 170 mit der Nr. 10 hat 2 h Verspätung, d.h. dass wir erst um halb zwei Nachts einsteigen werden. Der Wechsel auf einen früheren Zug würde uns das doppelte Geld kosten, das sparen wir lieber, denn ‚we have time‘, unser größter Luxus! Also amüsieren wir uns etwas länger in der Stadt und auf’m Bahnsteig 😉

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Der Nachtzug selbst ist ein echtes Vergnügen. Das Interieur des Schlafabteils erinnert mich an die Filmkulisse von „Manche mögen’s heiß“. Komfortable Matratzen und kontinuierliches Rattern wiegen uns schnell in den Schlaf…

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…bis wir nach 9 Stunden am Morgen in Bangkok ankommen, unser Gepäck abgeben und zielstrebig das Wat (Tempel) Traimitri ansteuern. Zu Beginn unserer Reise las ich die Geschichte vom Goldenen Buddha: im Jahre 1957 wurde in Thailand ein Kloster umgesiedelt, samt einem riesigen, schweren Tonbuddha. Durch eine Beschädigung beim Transport offenbarte sich sein Innerstes, er bestand aus reinem Gold. Man vermutet, dass einst vor vielen hundert Jahren siamesische Mönche den Buddha in Ton hüllten, um ihn vor burmesischen Angreifern zu retten, wobei alle Mönche starben und das Geheimnis mit ins Grab nahmen. Im Wat Traimitri ist dieser Buddha ausgestellt. Zufällig genau das, was wir uns für heute erwählt haben… 😉 Er ist wirklich wunderschön anzusehen, dieser goldene Buddha!

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Dann ab zur Bahn Richtung Flughafen, Air Asia wird uns nach Kambodscha fliegen. Unterwegs im Zug schnappen wir noch ein paar schöne Impressionen auf, wie z.B. die prallgefüllten Bananenstauden in direkter Nachbarschaft einfachster Behausungen. Ich muss unwillkürlich daran denken, welche Rarität Bananen in der ehemaligen DDR waren… sind die Menschen hier also reich und schwelgen im Luxus??? 🙂

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Nach satten 24 Stunden und 8 Verkehrsmitteln (Mofa, Boot, Pritsche, Bus, Schlafwagen, Zug, Flieger, Taxi) landen wir rechtzeitig vor Silvester in Phnom Penh. Nicht nur das Unabhängigkeitsdenkmal bereitet uns einen faszinierenden Empfang sondern auch der Verkehr. Links, rechts, egal wie, es wird scheinbar willkürlich drauflos gefahren 😉

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Und in der Silvesternacht wird noch einiges draufgelegt. Außerordentliches Gewimmel und Gewusel, kreuz und quer… Aber so chaotisch wie es scheint, ist es nicht. Der Verkehr fließt und die Massen von jungen Menschen sind auf wundersame Weise erträglich. Und so beschließen wir mit dankbaren Gefühlen das bewegende Jahr 2013.

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Doch auch im neuen Jahr hat Kambodscha’s Hauptstadt einiges zu bieten. Ein kleiner Kulturtrip durch die Stadt führt uns an weiten Plätzen und französischen Villen aus der Kolonialzeit entlang.

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Im Wat Ounalom schlendern wir voller Staunen durch die wunderschöne Tempelanlage, als ein Mönch uns herbeiwinkt. Er schließt eine Tür auf und lässt uns niedersitzen, just an der Aufbewahrungsstätte einer Augenbraue von Buddha höchstpersönlich. Etwas unbeholfen, aber dankbar und freudvoll nehmen wir eine buddhistische Segnung in Empfang. Noch lange Zeit danach hält sich diese wundervolle Stimmung in uns aufrecht…

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Aber natürlich besuchen wir Phnom Penh nicht ohne kulinarischen Genuss. Sowohl vietnamesische als auch authentische Khmer-Gerichte stehen auf unserer Speisekarte.

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Und überall begegnen uns außerordentlich viele junge Menschen. Wie wir später erfahren, ist etwa die Hälfte der Bevölkerung unter 21 Jahren alt! Diese Tatsache ist wohl der leidvollen Historie des Landes zuzuschreiben. Pol Pot und die roten Khmer haben in der jüngeren Vergangenheit Grauenvolles hinterlassen… Aber insbesondere in der Hauptstadt begegnet uns viel Fröhlichkeit und allgemeine Aufbruchstimmung.

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Noch etwas länger ist es her, dass einst Oudong der Sitz des Königs war. Bis, auf Anraten der Franzosen, die komplette Regierung mit Sack und Pack zum Hügel (Phnom) der Frau Penh zog, um dort die neue Herrschaft zu beginnen. Der heutige Königspalast ist trotz repräsentativer Tätigkeit frei zugänglich. Auf der Fahrt hinaus nach Oudong erschließt sich uns die Stadt mit ihren Randgebieten noch weiter.

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Faszinierend beobachten wir, wie viel des Lebens der Menschen sich hier direkt an der Straße abspielt. Alles Leben, Wohnen, Arbeiten findet in offenen Bauten statt. Alles ist sichtbar. Die Handwerker, die Straßenverkäufer, die Mütter und ihre Kinder. Gerade die Kinder erwecken unser Interesse. Hier ein nacktes mit Flugdrachen in der Hand, dort eins, das von Mama gewaschen wird und hier noch ein paar, die im Wasser planschen. Die Gesichtszüge dieser kleinen Wesen sind meist so lieblich und ihre offene Art im Umgang mit uns ist einfach hinreißend.

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Vom ursprünglichen Oudong ist heute nicht mehr viel erhalten, außer diesen schönen und sehenswerten Anlagen.

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Die Reisfelder mang des Weges bieten noch sattes Grün, was zu dieser Zeit schon eine Ausnahme darstellt.

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Wieder in der Stadt werden wir zwangsläufig in politisches Geschehen eingebunden. Ohne es zu wissen, werden wir Zeuge der beginnenden politischen Unruhe vor den Textilfabriken, die am Tag unserer Abfahrt seinen traurigen vorläufigen Höhepunkt erfährt, wie wir selbst erst später den deutschen Medien entnahmen.

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Doch an diesem Tag herrscht noch gute Stimmung. Die Straße ist aber gesperrt, so dass unser Tuk-Tuk-Fahrer einen Umweg nimmt. Doch mit ihm haben dies noch viele weitere Personen vor 😉 Die Kinder zeigen uns den Weg durch die Gassen, doch irgendwann ist alles verstopft. Nichts geht mehr. Unser Fahrer flucht, doch uns gefällt’s! Warum? Weil wir mitten im Chaos den Menschen hautnah begegnen können. Umzingelt von ihnen fühlen wir uns dennoch wohl und haben Spaß inmitten dieser „Interkulturellen Begegnungsstätte“ ;-))

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So findet Phnom Penh einen beeindruckenden Abschied. Für uns geht es nun weiter ins Landesinnere.
Seid herzlichst gegrüßt von Euren kambodschanischen Buddha’s

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Die duftende Insel

Wir waren hin-und hergerissen, wie und wo wir Weihnachten in Thailand verbringen wollten, schließlich entschieden wir uns für eine kleine Insel in der nördlichen Andamanensee: Ko Phayam!

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An den Feiertagen wird’s da allerdings eng, hörten wir! Die Auswahl an Unterkünften ist nicht riesig, also schickten wir vorab eine Mail an unseren Favoriten und yeah, sie hatten ne Hütte für uns frei, Volltreffer! Weihnachten kann kommen (da kann man in Thailand allerdings lange warten) 😉

Die Überfahrt mit Bus und Boot war gut zu bewältigen, der erste Schritt auf die Insel allerdings ziemlich wacklig, denn zw. Boot und Steg war… nichts! Also Rucksack auf, helfende Hände geschnappt und rüber mit uns 🙂
Die Insel ist nur 8km lang und 5km breit, wir wollen auf jeden Fall auf die andere Seite, nach Ao Yai, zum Long Beach…
Es gibt keine Autos hier, erst recht keine Busse, aber es gibt Mofataxis, super organisiert sogar! Die Rucksäcke der meisten Touristen sind größer als die Fahrer, aber hier haben wir’s mit echten Stapel- und Zweiradkünstlern zu tun. Aufgesessen und los gehts mit uns…

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Was dann kommt, ist eine unvergesslich schöne Fahrt über die Insel. Auf einer schmalen Asphaltspur gehts vorbei an Cashewnuthainen, Palmen, Bambus, Schilf, Hibiskusbüschen, Hütten, Restaurants, Cafe’s, lächelnden Thaifamilien und Blüten, Blüten, Blüten… Das Beste war allerdings dieser betörende Duft! Ist es Jasmin? Oder Flieder? Oder was? Es waren die kleinen Blüten der Cashewbäume, die uns in eine Duftwolke hüllen, die alle Parfümeure dieser Welt neidisch machen würde! Und die leckeren Nüsse gibts auch an jeder Ecke günstig zu erwerben, yummi!

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In den Hornbill Huts finden wir bei den Gastgebern Tee&Kop ein tolles „Zuhause auf Zeit“ (am Ende waren es sogar 10Tage!, weil wir direkt am nächsten Morgen verlängerten…). Jeder der Bambus-, Holz- oder Steinbungalows trägt einen phantasievollen Namen. Wir wohnten in „Tan Ta Wan“ (thailändisch = Sonnenblume), inmitten eines Cashewgartens.

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Hier kommt der seltene Hornbillvogel vor, auch Nashornvogel genannt, der dem Tucan nicht unähnlich ist. Wir hörten ihn fast jeden Tag, erblickten ein Pärchen aber erst kurz vor der Abreise! A magic moment :-). Ein anderer Vogel kündete mit einem ganz speziellen, lauten Ruf jeden Morgen den Sonnenaufgang und abends den Sonnenuntergang an, wir brauchten also keine Uhr und wussten dann auch gleich, ab wann es Strom gibt bzw. keinen mehr… Nämlich immer von 6Uhr abends bis 6Uhr morgens! Einmal dran gewöhnt, macht es keine Probleme mehr, ebenso wie das kalte Wasser 😉 Anbei ein paar Impressionen von der Hornbill-Hut-Anlage, inkl. Restaurant am Beach, wo wir viele kulinarisch relaxte Stunden verbrachten!

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Aber was tun auf so einer kleinen Insel? Natürlich in diversen Hängematten liegen, mal vor der Hütte, mal am Strand… Schwimmen, Wellen reiten, spazieren, lesen, essen, dösen, Ihr kennt ja die „favourites“…
Und herrliche Sonnenuntergänge anschauen, das geht auf Ko Phayam immer!

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Viele leihen Mofas aus, wir hatten aber Lust zu radeln, da die Natur so einladend ist. Das war ein Riesenspass mit den Drahteseln, bergauf, bergab!

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An einem Tag haben wir die gegenüberliegende Küste rund um den Tempelpier und das Hafendorf erkundet, an einem weiteren Tag die Buffalo Bay.

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Alles erschien uns wie in einem riesigen Garten Eden und dieser betörende Duft ist immer da, überall, unglaublich! Abends genossen wir auch nochmal eine der herrlichen Thai-Massagen, die hier mitten in der Natur, an schönen, luftigen Plätzen von natürlichen, unaufdringlichen Bewohnern angeboten werden.

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Der erste herzliche Eindruck der Insel begleitete uns durch alle Tage, es war eine wirklich angenehme, super entspannte, naturverbundene Atmosphäre. Und das Hinterland hat uns ebenso verzaubert!

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Und Jens, der hat sich einen lang ersehnten Traum erfüllt! Er hat hier seinen „open-water“-Tauchschein gemacht, drei ereignis- und lehrreiche Tage mit der Unterwasserwelt erlebt und abschließend seine Prüfungstauchgänge in 18m Tiefe im Marine-Nationalpark von Ko Surin abgelegt!

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Beste Unterstützung wurde ihm von seinem norwegischen Tauchlehrer „Oyster“ zuteil, der ihm so manchen Tipp aus seinem zwanzigjährigen Erfahrungsschatz als Taucher wissen lassen hat und mit seinem Humor für beste Unterhaltung sorgte 🙂

Jens kam trotz stärkerem Seegang sehr euphorisiert von seiner Tauchtour am 3.Tag zurück, ich behaupte mal, dass ein neues Hobby gefunden ist und lasse ein paar Bilder sprechen… (ich sage Euch, das war hammergeil! 😉

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Ganz relaxt und irgendwie verliebt in dieses Fleckchen Erde und seine freundlichen Bewohner heißt es nun wieder packen und Abschied nehmen!

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Der Nachtzug nach Bangkok will geschafft werden und am 31.12. unser Flug nach Phnom Penh. Der Jahreswechsel und unser Kambodscha-Abenteuer warten auf uns…

Wir wünschen Euch allen einen guten Rutsch und sagen „happy new year“ oder auf Thai: „Sawatdee bi mai“ 🙂

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Und hier habt ihr für jeden Gecko einen Wunsch frei, denn angeblich gelten sie ja als Glücksbringer 🙂

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Eure fröhlichen Buddhas

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